Leistungen der SAPV

Im Folgenden ist das Leistungsspektrum der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung dargestellt.

Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) dient dem Ziel, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen zu erhalten oder zu verbessern und ihnen einen würdevollen Abschied zu Hause zu ermöglichen.

Ist der Patient auf eine besonders aufwendige Versorgung zur Linderung seiner Symptome, z.B. Schmerzen, Übelkeit oder Angst, angewiesen und benötigt Hilfe bei der Pflege, kann er Leistungen der SAPV in Anspruch nehmen.

Ablauf der SAPV-Betreuung

Zunächst werden in einem Beratungsgespräch mit dem Patienten sowie den Angehörigen die Möglichkeiten der Versorgung geklärt: Welcher Bedarf besteht? Wo ist Hilfe notwendig? Falls erforderlich, kann diese Beratung auch während eines Hausbesuchs erfolgen.

Nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten wird dann die Betreuung zu Hause organisiert. Dazu steht ein Team aus inzwischen 17 Palliativärzten und 14 spezialisierten Pflegediensten zur Verfügung. Bei Bedarf können der ambulante Hospizdienst, der Seelsorger oder die Psychoonkologin hinzugezogen werden.

Nach den Vertragsvereinbarungen mit den Krankenkassen werden diese Leistungen in der Erstverordnung durch Vertragsärzte (Haus- und Fachärzte) für 14 Tage, und bei Krankenhausentlassung durch Krankenhausärzte für 7 Tage verordnet. Die Folgeverordnung kann dann vom Haus- oder Facharzt über 6 Wochen laufen. Die Verordnung ist vom Patienten zu unterschreiben. Für den Versicherten sind die Leistungen des Palliativ Care Teams (PCT) kostenfrei.

Die Dokumentation der erbrachten pflegerischen und medizinischen Leistungen werden zum Zweck der Abrechnung mit den einzelnen Krankenkassen im onkologischen Versorgungszentrum zusammengeführt.

Diese Aufgaben werden sämtlich von der Koordinatorin der SAPV organisiert. Darüber hinaus steht Frau Dr. Stahlhut bei Fragen von Patienten und/oder Angehörigen sowie für die Leistungserbringer persönlich oder telefonisch zur Verfügung.

Unsere Leistungen im Rahmen der SAPV im Überblick

Koordination der spezialisierten palliativmedizinischen und palliativpflegerischen Versorgung unter Einbeziehung aller am Behandlungs- und Begleitprozess Beteiligten im Rahmen einer multiprofessionellen Zusammenarbeit:

  • Symptomlinderung durch Anwendung von Medikamenten oder anderen Maßnahmen 
  • apparative palliativmedizinische Leistungen (z. B. Medikamentenpumpe) 
  • spezialisierte palliativmedizinische Leistungen (z. B. Schmerztherapie)
  • künstliche Ernährung und Flüssigkeitsgabe
  • Beurteilung und Einleitung einer qualitativen adäquaten Wundbehandlung
  • spezialisierte palliativpflegerische Leistungen
  • Beratung, Anleitung und Begleitung der Patienten und ihrer Angehörigen zur palliativpflegerischen Versorgung einschließlich Unterstützung beim Umgang mit Sterben und Tod
  • psychosoziale und spirituelle Unterstützung des Patienten und dessen Angehörigen im Umgang mit schweren Erkrankungen in enger Zusammenarbeit mit Seelsorge, Sozialarbeit und ambulanten Hospizdiensten
  • Durchführung von ärztlich angeordneten Maßnahmen zur Symptomlinderung durch Anwendung von Medikamenten oder anderen Maßnahmen (z. B. Portpunktion, Medikamentengabe über Port oder ZVK, s.c. Infusionen, Überwachung nach Ascitespunktionen, venöse Blutentnahmen)
  • Führung eines individuellen Behandlungsplans, vorbeugendes Krisenmanagement, Bedarfsinterventionen
  • Ruf-, Notfall- und Kriseninterventionsbereitschaft rund um die Uhr (24h-Bereitschaft durch den Pflegedienst und/oder eines Palliativmediziners und der Apotheke)
  • Abschlussgespräch des SAPV-Teams mit den Angehörigen und Bezugspersonen mit Reflexion der SAPV-Maßnahmen. Auf Wunsch Weitervermittlung in weiterführende Trauerangebote (z. B. Trauergruppen).

Sollte sich der Gesundheitszustand stabilisieren, können die Versorgungsmaßnahmen der SAPV beendet werden und die Weiterversorgung im Rahmen der allgemeinen Palliativversorgung erfolgen.

Ernährungsberatung- und therapie für Patienten

Die Ernährungsberatung erfolgt durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der prosamed GmbH. Mittels der Bioimpedanzanalyse, eines anerkannten Verfahrens zur Erfassung des Ernährungszustandes und der aktuellen Körperzusammensetzung, werden die Patienten beurteilt. In Zusammenarbeit mit den betreuenden Ärzten und unter Berücksichtigung der vorherrschenden Erkrankung, den möglichen Therapieoptionen und den Wünschen des Patienten wird die bestmögliche Ernährung für den Patienten erarbeitet. Regelmäßige persönliche Betreuung und Evaluation der Therapie sind allen Beteiligten wichtig. Wir beraten aufgrund dieses Stufenschemas ihrer Gewichtskarte und auf Anforderung ihres behandelnden Arztes.

Unsere Beratung kann von einfachen Ernährungstipps für den Alltag bis zu der individuell gefertigten Mischinfusion reichen. Im Immanuel Klinik Rüdersdorf findet mehrmals monatlich auf Anforderung eine Ernährungsberatung (stationär und ambulant) der onkologischen Ambulanz statt.

 
 
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Palliativmedizin

Praxis für Hämatologie und Onkologie, Palliativmedizin, Hämostaseologie

Immanuel Klinik Märkische Schweiz

Ansprechpartner

  • Ines Geissler
    Koordinatorin

    Onkologisches Versorgungszentrum Märkisch-Oderland
    Seebad 82/83
    15562 Rüdersdorf
    T 033638 83-144
    F 033638 83-168
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  • Dr. med.
    Kerstin Stahlhut
    Chefärztin der Abteilung für Palliativmedizin an der Immanuel Klinik Rüdersdorf, Leitende Ärztin der Praxis für Hämatologie/Onkologie und Palliativmedizin in der Poliklinik Rüdersdorf, Leitende Ärztin des OVZ Märkisch-Oderland

    Immanuel Klinik Rüdersdorf
    Seebad 82/83
    15562 Rüdersdorf bei Berlin
    T 033638 83-150
    F 033638 83-152
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